Studienorganisation
Das Studium der Evangelischen Theologie wird in verschiedenen Veranstaltungsarten betrieben:
- Vorlesungen sind im Allgemeinen 2-4stündig, wobei als Hauptvorlesungen nur 3-4stündige zu rechnen sind; nur in ihnen können die zur Kirchlichen Zwischenprüfung notwendigen Vorlesungsprüfungen abgelegt werden. Sie können durch Tutorien begleitet werden.
- Seminare; sie untergliedern sich in Proseminare (2-3stündig) und Hauptseminare (?Seminare?, 2stündig), in denen durch eine schriftliche Hausarbeit ein benoteter Schein erworben werden kann.
- Übungen (2stündig); Übungen vertiefen Einzelthemen oder die Arbeit an Texten; hier können Teilnahmescheine erworben werden.
- Oberseminare, Kolloquien und Sozietäten werden für fortgeschrittene Studierende im Allgemeinen nach persönlicher Anmeldung angeboten.
- Repetitorien fassen das Grundwissen zu einem Fach zusammen.
- Exkursionen führen zu Stätten historisch-theologischen und kulturgeschichtlichen Interesses.
- Sprachkurse werden einerseits zur Vorbereitung auf das Hebraicum, das Graecum und das Latinum angeboten, andererseits zur Vertiefung; weitere Sprachen (z.B. Aramäisch, Ivrit, Syrisch etc.) sind ein Angebot für Interessierte.
Der Erwerb der für das Studium notwendigen Sprachen Latein, Griechisch und Hebräisch und das Ablegen der Sprachprüfungen Latinum, Graecum und Hebraicum sind Voraussetzungen des Theologiestudiums. Diese Sprachen können während der Anfangssemester an der Evangelisch-theologischen Fakultät (Griechisch, Hebräisch) und am Philologischen Seminar (Griechisch, Latein) erworben werden. Studierende werden ermutigt, weitere Sprachen der Antike und/oder der Gegenwart zu erlernen.
Für Studierende, die aus modularisierten Studiengängen kommen, bzw. für Studierende in nichttheologischen Magister- bzw. BA/MA- oder Promotionsstudiengängen, die Evangelische Theologie als Nebenfach gewählt haben, wird ein Plan erstellt werden, der die erbrachten Leistungen (Vorlesungen, Seminare, Hausarbeiten, Klausuren etc.) zu Modulen zusammenfasst. Dieser wird als Anhang dem Studienplan hinzugefügt werden. Betroffene Studierende werden gebeten, sich an den Studiendekan zu wenden.
Studienortwechsel, insbesondere ein Auslandsstudium, wird dringend empfohlen. Der günstigste Zeitpunkt liegt direkt nach der Kirchlichen Zwischenprüfung. Im Auslandsstudium sollen Leistungen nach den dort üblichen Bedingungen erbracht werden. Über die Anerkennung der Gleichwertigkeit entscheidet die Fakultät bzw. der Prüfungsausschuss. Vor Beginn einer schriftlichen Hausarbeit im Ausland sollte der Studiendekan unterrichtet werden, damit er mit den jeweiligen Fachvertretern die Möglichkeit einer Anerkennung beraten kann.
Der Besuch der Studienberatung bei einem hauptberuflichen professoralen Mitglied des Lehrkörpers ist im ersten Semester und nach der Kirchlichen Zwischenprüfung obligatorisch; Studienberatung sollte dringend und gegebenenfalls wiederholt auch im Verlauf des Grund- und des Hauptstudiums wahrgenommen werden, wofür alle Mitglieder des Lehrkörpers zur Verfügung stehen. Studierende, die BAFöG beziehen, werden auf die Studienberatung besonders aufmerksam gemacht, da sie zur Weitergewährung die Bestätigung eines ordnungsgemäßen Studiums benötigen.
An der Evangelisch-theologischen Fakultät können Sonderfächer studiert und in der I. Evangelisch-Theologischen Dienstprüfung geprüft werden. Die Sonderfächer und ihre Zuordnungen sind
- Biblische Archäologie: Altes Testament;
- Religionswissenschaft und Judaistik: Altes Testament/Neues Testament/Kirchengeschichte/Systematische Theologie/Praktische Theologie;
- Kirchenordnung: Kirchengeschichte; Hermeneutik: Systematische Theologie;
- Missionswissenschaft und Ökumenische Theologie: Kirchengeschichte/Systematische Theologie/Praktische Theologie;
- Diakoniewissenschaft: Kirchengeschichte/Systematische Theologie/Praktische Theologie.

