Richtlinien für die Fachschaftsarbeit

- beschlossen seit dem Wintersemester 1999/200 und seitdem gültig - 

 

 

A. Die Struktur der Fachschaft Evangelische Theologie

  

  1. Die Fachschaft Evangelische Theologie ist ein Zusammenschluß Studierender an der evangelisch-theologischen Fakultät Tübingen, die sich zum Ziel gesetzt haben, politisch Einfluß auf die Gestaltung der Hochschulen und besonders der Tübinger Ev.-theol. Fakultät zu nehmen.
  2. Die Fachschaft Evangelische Theologie versucht, den Studierenden ein Forum zu bieten, sich im o.g. Sinne auszutauschen, zu engagieren und zu organisieren.
  3. Die regelmäßigen Treffen der Fachschaft verstehen sich als ständiger Ausschuß der Mehrzahl aller Studierenden.
  4. Die Vollversammlung ermächtigt die regelmäßigen Treffen der Fachschaft per Akklamation zur Führung der laufenden Geschäfte jeweils einmal pro Wahlperiode (Wahlen zum Fakultätsrat).
  5. Die Fachschaft steht allen Studierenden der Ev.-theol. Fakultät Tübingen zur Mitarbeit offen.

 

 

B. Demokratieverständnis

 

  1. Alle Studierenden, die sich an der Fachschaftsarbeit beteiligen, nehmen ihre Aufgabe im Sinne der freiheitlich-demokratischen Grundordnung und in der Bereitschaft zu Toleranz und Verständigung wahr.
  2. Alle Studierenden, die in fakultären und außerfakultären Gremien eine repräsentative Funktion im Auftrag der Fachschaft wahrnehmen, binden sich an die Entscheidungen, die in den regelmäßigen Treffen der Fachschaft sowie in studentischen Vollversammlungen gefällt werden. Sie verpflichten sich dazu, bei allen wichtigen Entscheidungen ein Mandat in den regelmäßigen Fachschaftssitzungen oder in der Vollversammlung einzuholen.
  3. Um ein möglichst breites Meinungsspektrum zu erheben, sucht die Fachschaft über die regelmäßigen Treffen und Vollversammlungen hinaus den Kontakt und das Gespräch mit den Fachschaften anderer Fakultäten, nicht organisierten Studierenden sowie außerfakultären Gruppen (s. E.1). Dadurch soll auch die Meinung von Minderheiten in die Entscheidungsfindung einbezogen werden.

 

 

C. Theologisches und politisches Selbstverständnis

Die Mitarbeit in der Fachschaft Evangelische Theologie ist an keinerlei theologische oder parteipolitische Ausrichtung gebunden. Im gegenseitigen Respekt der jeweiligen Überzeugungen wollen wir gemeinsam nach Lösungen für die jeweils anstehenden Probleme suchen (vgl. B.1).

 

 

D. Arbeit an der Fakultät

 

An der Fakultät engagieren wir uns im Fakultätsrat, in der Studienkommission und den Berufungskommissionen als studentische Interessenvertretung und Mitbestimmung. Wir treten im Rahmen der vorgegebenen Möglichkeiten für folgende Inhalte ein: 

  • Verbesserung der Studienbedingungen und der Studieneingangsphase, der Examensbedingungen und Mitgestaltung von notwendigen Studienreformen
  • Information, Begleitung und Beratung von Studierenden im ersten Semester, Wechslerinnen und Wechslern etc.
  • Unterstützung von (ökumenischen) Studientagen nach Kräften
  • Unterstützung der Frauenförderkommission nach Kräften
  • Einwirken auf das Lehrprogramm unter folgenden Gesichtspunkten:
  • Gewährleistung eines theologisch breitgefächerten Angebots
  • mehr Überblicksveranstaltungen
  • Praxisbezogenheit (im Hinblick auf den späteren kirchlichen, schulischen oder missionarischen Dienst)
  • verstärkte Zusammenarbeit der einzelnen theologischen Disziplinen untereinander
  • Lehrveranstaltungen in Kooperation mit Nachbarfakultäten (z. B. Kathol. Theologie, Philosophie, Psychologie, Soziologie, Pädagogik, Ökonomie u. a.)

 

Vertrauensfördernde Zusammenarbeit innerhalb der Fakultät 

  • Konstruktives Feedback für die Dozierenden (Evaluation)
  • Engagement für eine positive Darstellung der Fakultät nach außen (z.B. im Internet) 
  • Planung und Herausgabe des Kommentierten Vorlesungsverzeichnisses

 

 

E. Überfakultäre Arbeit

 

  1. Die Fachschaft Evangelische Theologie engagiert sich nach Kräften im politisch-gesellschaftlichen Bereich, insbesondere sofern es die Fakultät, die Theologie oder die Studierenden betrifft. Dazu beteiligt sie sich an der Arbeit der hochschulpolitischen Gremien der Universität Tübingen (Räte-Vollversammlung, Kleiner Senat, Großer Senat), sowie innerhalb der studentischen Zusammenschlüsse auf Bundesebene (Allgemeiner Studierendenausschuß, Studierendenrat Evangelische Theologie). Außerhalb der Fakultät setzt sich die Fachschaft im Rahmen der vorgegebenen Möglichkeiten z.B. für die Abschaffung von Studiengebühren und die Ausweitung der Möglichkeiten zur studentischen Mitbestimmung ein.
  2. Über den unmittelbaren Bereich der Fakultät und der Hochschulpolitik hinaus strebt die Fachschaft Evangelische Theologie den Kontakt und das Gespräch mit den Studierenden des Evangelischen Stiftes, des Albrecht-Bengel-Hauses sowie anderen studentischen Gruppen (Evangelische Studentinnen- und Studentengemeinde, Studentenmission in Deutschland, Campus für Christus etc.) und Konventen (Interessenvertretung Württembergischer Theologiestudierender, Baden-Konvent, etc.) an.

 

 

F. Formen unserer Arbeit

 

  1. Die Fachschaft Evangelische Theologie arbeitet mit ihren gewählten VertreterInnen innerhalb der Fakultät im Fakultätsrat und der Studierendenvertretung mit (vgl. D.); außerhalb der Fakultät arbeiten nach Möglichkeit weitere VertreterInnen der Fachschaft in den unter E.1 und E.2 genannten Gremien und Gruppen. Alle Mitglieder der Fachschaft, die eine repräsentative Funktion wahrnehmen, werden von den anderen Mitgliedern durch Meinungs- und Informationsübermittlung sowie die Übernahme von Diensten unterstützt.
  2. In regelmäßigen Abständen finden Treffen der Fachschaft als studentisches Forum für alle interessierten Studierenden statt.
  3. Die Fachschaft bietet mindestens einmal pro Semester die Möglichkeit einer studentischen Vollversammlung, auf der über alle wesentlichen Entscheidungen informiert, diskutiert und bei Bedarf abgestimmt wird.
  4. Am Fachschaftsbrett im Theologicum können aktuelle Informationen, Protokolle der Treffs, Termine, Kontaktadressen etc. ersehen werden. Generelle Informationen zur Fachschaft finden sich im Kommentierten Vorlesungsverzeichnis sowie im Internet.
  5. Die Fachschaft bietet Feste an!
  6. Nach Kräften möchte die Fachschaft besondere Veranstaltungen durchführen (z.B. theologische Diskussionen, Vorträge).
  7. Daneben tritt die Fachschaft auch im Rahmen ihrer Öffentlichkeitsarbeit durch Handzettel, Plakate, Vorstellungsveranstaltungen o. ä. in Erscheinung.

 

Die Richtlinien wurden in dieser Form in der Vollversammlung der Studierenden am 26.06.1999 einstimmig beschlossen.