Laufende Arbeiten

Jonathan Flämig

Die Relevanz des Gottesbegriffs Anselms von Canterbury für die Interpretation seiner Schrift Cur Deus homo (Dissertation)

Das Forschungsprojekt versucht, wesentliche theologische, christologische, anthropologische sowie soteriologische Linien der Schrift Cur Deus homo von der anselmischen Bestimmung Gottes als summum bonum, summa iustitia, summa ratio, etc. her zu lesen. Das Ziel ist, dadurch gängige Kritiken an Anselms Argumentation (insbesondere – aber nicht nur – gegenüber der einflussreichen Satisfaktionslehre) besser evaluieren zu können.

 

GyongNo Jang        

Schleiermachers Glaubenslehre (Dissertation)

 

Annegret Jende

Die Ganztodtheorie bei Paul Althaus, Carl Stange und Werner Elert (Dissertation)

Das Dissertationsprojekt beabsichtigt, die Ganztodtheoriekonzepte von Paul Althaus, Carl Stange und Werner Elert in jeweiliger Rekonstruktion und systematischer Analyse, unter Einbindung aktueller philosophisch-theologischer Diskurse der Leib-Seele- und Identitätsproblematik, zu vergleichen. In der gegenseitigen Bezugnahme und Kontrastierung der Theoriekonzepte der konservativ lutherischen Theologen Althaus, Stange und Elert soll eine Beurteilung der Ganztodtheorie erfolgen, die als vorrangig protestantisches Problem in Erscheinung tritt.

 

Gustav Melichar

Die Wirklichkeit des Guten. Das Verhältnis von Sein und Sollen in Hegels Wissenschaft der Logik im Spiegel der Kierkegaardschen Kritik (Dissertation)

Das Dissertationsprojekt mit dem Arbeitstitel „Die Wirklichkeit des Guten. Das Verhältnis von Sein und Sollen in Hegels Wissenschaft der Logik im Spiegel der Kierkegaardschen Kritik“ untersucht zunächst die besondere Gestalt des ontologischen Gottesbeweises in Hegels Wissenschaft der Logik unter besonderer Berücksichtigung der Kantischen Argumentation gegen philosophische Theologie. In einem zweiten Schritt sollen die Hegelschen Überlegungen dann mit den Einwänden Kierkegaards konfrontiert werden, wodurch der Blick auf die Grundlegung normativer Bindungen in der WdLgerichtet wird. Die abschließenden Überlegungen zielen so auf die Verbindungsmöglichkeit des ontologischen Arguments und der Begründung normativer Gehalte im Rahmen der Hegelschen Philosophie.

 

Martin Schönewerk

Jonathan Edwards Kritik des ‚freien Willens‘ – Ein Beitrag zur Philosophischen Theologie der Gegenwart (Dissertation)

In der Arbeit soll anhand des amerikanischen Theologen und Philosophen Jonathan Edwards (1703-1758) dessen Kritik an libertarischen Vorstellungen des freien Willens analysiert, bewertet und kritisiert werden. Darauf aufbauend sollen dessen Argumente einer Revision unterzogen werden, um diese in einen konstruktiven Dialog mit der analytischen Philosophie zu bringen. Zentrale Überlegungen betreffen sowohl die Unmöglichkeit einer Indifferenzfreiheit (a) als auch die Unvereinbarkeit von Gottes Wissen mit zukünftigen libertarischenWillensakten (b). Alternative Theorien der analytischen Religionsphilosophie (ausgehend von Boethius, Occam, de Molina u.a.) sollen zu (b) herangezogen werden.

 

Jan Schole

Zeit und Ewigkeit Gottes (Dissertation)

Vor dem Hintergrund der theologischen Diskussion um das Ewigkeitsverständnis und physikalischer Zeittheorien soll die These begründet werden, dass die Ewigkeit Gottes im vollen Sinne als Freiheit und Macht über die Zeit verstanden werden kann, das heißt als Möglichkeit, die eigene Zeitgestalt und den Bezug zur geschaffenen Zeit selbst schöpferisch bestimmen zu können. In Auseinandersetzung mit physikalischen Zeittheorien und der Spätphilosophie Schellings, in deren Zentrum ebenfalls die Freiheit Gottes steht, werden die Details dieses Ansatzes ausformuliert.

 

Corinna Schubert

Glaube und Gefühl. Der Ansatz Jacobis und Hegels Kritik (Dissertation)

In dem Forschungsprojekt sollen die Anfänge einer Theologie bzw. Philosophie ergründet werden, die dem Gefühl eine entscheidende epistemische Funktion zuweist. Dazu wird die Rationalismuskritik Friedrich Heinrich Jacobis nachgezeichnet, in der er dem Spinozismus als der konsequentesten rationalen Metaphysik Atheismus und Fatalismus vorwirft. Jacobis Gegenthese lautet, dass jede Form der Erkenntnis auf Glauben beruht, der im Gefühl begründet ist. In besonderer Weise steht innerhalb der Untersuchung die Rolle des Gefühls für die Gotteserkenntnis und sein Verhältnis zu den übrigen menschlichen Vermögen im Fokus. Schließlich sollen anhand von Hegels durchaus ambivalenter Auseinandersetzungen mit dem jacobischen Entwurf die Bedeutung Jacobis für die geistesgeschichtliche Entwicklung und die Stärken und Schwächen seines Ansatzes herausgearbeitet werden.

 

Christian Steiner

Schleiermachers inklusivistische Religionstheologie (Dissertation)

 

Katharina Stichling

Schleiermachers Verständnis von Willensfreiheit (Dissertation)

Das Dissertationsprojekt untersucht Schleiermachers Verständnis von Willensfreiheit anhand ausgewählter Schriften: die Jugendschriften Freiheitsgespräch und Über die Freiheit, die Monologen, Über die Erwählung und die relevanten Paragraphen der Glaubenslehre. Um Schleiermachers Freiheitstheorie methodisch reflektiert diskutieren zu können, wird ein Analyseraster aus der aktuellen analytisch-philosophischen Freiheitsdebatte entwickelt. Vorläufige Arbeitsthese ist dabei, dass Schleiermacher eine kompatibilistische Freiheitstheorie vertritt, er in seiner Sensibilität für die bleibenden Schwierigkeiten des Kompatibilismus aber darüber hinausgehende Lösungsansätze aufzeigt. Aus der Darstellung und Kritik von Schleiermachers differenziertem Freiheitsverständnis sollen daher auch Denkanstöße für die aktuelle Freiheitsdebatte gewonnen werden.

 

Fernando Wirtz

Symbol und Zeitlichkeit: der Einfluss Creuzers auf die Spätphilosophie Schellings (Dissertation)

Dieses Forschungsvorhaben zielt darauf ab, die Verflechtungen zwischen Symbol und Mythologie in der Spätphilosophie Friedrich Wilhelm Schellings und im Denken Friedrich Creuzers herauszuarbeiten. Auf der Basis der Spätphilosophie Schellings, möchte ich zeigen, wie die Vorstellungen des Bewußtseins sich mit dem Symbolbegriff verbinden. Ebenfalls möchte ich darstellen, wie Creuzer ein wichtiger Einfluss für Schellings Spätphilosophie geworden ist.

 

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