Pfarrerinnen- und Pfarrerfortbildung 2015

des Instituts für Ethik
Ev.-Theol. Fakultät, Universität Tübingen

unter Leitung von Prof. Dr. E. Gräb-Schmidt

21.-24. September 2015

 

Medizin- und Bioethik im Horizont des Verständnisses von Menschenwürde

 

 

Die Frage nach der Ethik in der Medizin betraf und betrifft in erster Linie das medizinische Handeln im Umgang mit dem Menschen. So sollen etwa die vier klassischen medizinethischen Prinzipien nach Beauchamp und Childress (Respekt der Autonomie, Nicht-Schaden, Fürsorge, Gerechtigkeit) seine Würde als Mensch sichern.


Doch unser Verständnis vom Menschen wird heute in Wechselwirkung durch die gesteigerten Möglichkeiten des medizinischen Handelns auch neu definiert.

 

Der medizinische Ausgriff auf die Ränder des Lebens fordert die Frage heraus, wann ein Mensch überhaupt ein Mensch im Vollsinne ist. Zentral betroffen sind davon das Verständnis und die Zuschreibung von Menschenwürde angesichts der immer größeren technischen Möglichkeiten zur Erhaltung, Erzeugung, Verlängerung und umfassenden Quantifizierung menschlichen Lebens.


Hier liegt eine umfassende Aufgabe der Anthropologie, den Menschen jenseits des Rationalismus als lebendiges Wesen neu zu verstehen und seine Würde nicht an seinen eigenen Fähigkeiten als Subjekt festzumachen, sondern sie im Horizont der Gegebenheit allen Lebens zu erklären. So werden die Grenzen der Machbarkeit nicht nur technisch, sondern auch ethisch gefüllt und eine Wahrung der Würde ermöglicht.


Während der Fortbildung möchten wir dieses hochrelevante Thema anhand von ausgewählten theologischen und philosophischen Texten beleuchten. Grundlage jeder AG sind verschiedene Fachtexte, zu denen es auf der Fortbildung zunächst ein Einführungsreferat im Plenum gibt. Danach werden die einzelnen Themengebiete in kleineren Arbeitsgruppen diskutiert und erarbeitet.

 

Zielgruppe:

Pfarrerinnen und Pfarrer, Religionslehrerinnen und Religionslehrer sind herzlich zur Teilnahme an der Fortbildung eingeladen.

Tagungszeitraum:

Montag, den 21.09.2015, 13:00 Uhr bis Donnerstag, den 24.09.2015, 12:15 Uhr

Tagungsort:  

Institut für Ethik

Ev.-theologische Fakultät · Universität Tübingen

Liebermeisterstr. 12

72076 Tübingen

Unterkunft und Verpflegung:

Möglichkeit 1:
Haus Albblick
Paul-Lechler-Str. 20
72076 Tübingen

Möglichkeit 2:
Evangelisches Stift
Klosterberg 2
72070 Tübingen
                                          

Kosten:

Für Auslagen des Instituts (Porto, Kopien, Kaffeeservice, etc.)

  • 3 Übernachtungen & Frühstück im EZ (Hotel Garni)
    oder
    3 Übernachtungen & Frühstück im EZ (Ev. Stift)

EUR   75,-

EUR 165,-

 

EUR   90,-

(Die Kosten der Fortbildung werden für Pfarrerinnen und Pfarrer i.d.R. von der jeweiligen Landeskirche übernommen.)

 

Teilnehmerzahl:

Maximal 25 Teilnehmer

Anmeldeschluss:

31. Mai 2014

Leitung:

Prof. Dr. Elisabeth Gräb-Schmidt, Tübingen

In Zusammenarbeit mit:

Friederika Glaesmann

Benjamin Häfele

Dr. Ferdinando Menga

Anmeldung / Rückfragen zur Tagung /Kontakt:

Christine Renz

Sekretariat Prof. Dr. E. Gräb-Schmidt  

Institut für Ethik · Evangelisch-Theologische Fakultät · Universität Tübingen

Liebermeisterstr. 12 · 72076 Tübingen

Tel.: 07071 29-72591

E-Mail: sekretariat.graeb-schmidt[at]ev-theologie.uni-tuebingen.de

 

 

Bisherige Fortbildungen am Institut für Ethik:

2014    Wege der Interpretation. Hermeneutik der Schrift, der Geschichte und des Lebens

2013    Gemeinschaft: Ort der Krise, Ort der Chancen?

2012    Genuss – Grundphänomen des Lebens

2011    Gerechtigkeit – Wirtschaft – Solidarität

2009    Sinn des Lebens – Ziel des Lebens

2008    Konfessioneller RU an öffentlichen Schulen – ein Anachronismus?

2007    Die Ehe als Angelegenheit der Kirche

2006    Die gesellschaftliche Bedeutung caritative Handelns

2005    Braucht die Gesellschaft Religion?

2004    Was heißt erfolgsorientiertes Handeln in der Kirche?

2003    Das Handwerk der Freiheit

2002    Evolution und ethische Verantwortung

2001    Christliches Bildungsverständnis und kirchliche Bildungsverantwortung

2000    Die Menschenrechte und die Frage nach einer universalen Moral

1999    Die gesellschaftliche Funktion von Kirchen und Parteien

1998    Das Verantwortungsproblem in Technik und Wissenschaft aus christlicher Sicht (am Beispiel Bioethik)

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