Vergangene Lehrveranstaltungen im SS 2012

 

Hier finden Sie das Lehrangebot für das Sommersemester 2012.

 

Vorlesungen

 

Homiletik. Die evangelische Predigt als religiöse Kommunikation

Prof. Dr. Birgit Weyel

2st., Di 8-10 Uhr, SR 10

 

Die Vorlesung führt in grundlegende Theoriekonzepte der evangelischen Predigt ein: die Theologie der protestantischen Predigt, das Verhältnis von biblischem Text und gegenwärtiger Lebenswirklichkeit, Klassiker der Predigtheorie, die Predigt als Teil der Liturgie (Kirchenjahr) und sie geht auf aktuelle Herausforderungen ein (Predigen in der Mediengesellschaft, Rhetorik und Ästhetik). Im Zentrum steht die Frage, was eigentlich religiöse Kommunikation ist und unter welchen Bedingungen sie sich heute öffentlich vollzieht.

 

Seminare

 

Auf der Suche nach dem Leben. Der Wirklichkeitsbezug der Predigt - Homiletisches Hauptseminar mit Sonntagsgottesdiensten (Gruppe 1)

Prof. Dr. Birgit Weyel, Manuel Stetter

2st., Do 16-18 Uhr

 

Eine Predigt möchte ihre Hörer ansprechen. Wer sind die Hörer? Was beschäftigt sie? Welche Hoffnungen haben sie? Was erscheint ihnen lebenswert? Wie kann in der Predigt  die Lebenswirklichkeit der Hörer so zur Sprache gebracht werden, dass diese sich einerseits darin wiedererkennen  ohne andererseits nur zu erfahren, was sie ohnehin schon über sich wissen. Neben der Wahrnehmung von homiletischen Theorien und liturgischen Konzepten, sollen  vor allem eigene Predigten vorgestellt und besprochen werden. Konstitutiv für das Seminar sind drei gemeinsam gestaltete Sonntagsgottesdienste in Tübinger Gemeinden.

Auf der Suche nach dem Leben. Der Wirklichkeitsbezug der Predigt - Homiletisches Hauptseminar mit Sonntagsgottesdiensten (Gruppe 2)

Prof. Dr. Birgit Weyel, Manuel Stetter

2st., Do 18-20 Uhr

 

Eine Predigt möchte ihre Hörer ansprechen. Wer sind die Hörer? Was beschäftigt sie? Welche Hoffnungen haben sie? Was erscheint ihnen lebenswert? Wie kann in der Predigt  die Lebenswirklichkeit der Hörer so zur Sprache gebracht werde, dass diese sich einerseits darin wiedererkennen  ohne andererseits nur zu erfahren, was sie ohnehin schon über sich wissen. Neben der Wahrnehmung von homiletischen Theorien und liturgischen Konzepten, sollen  vor allem eigene Predigten vorgestellt und besprochen werden. Konstitutiv für das Seminar sind drei gemeinsam gestaltete Sonntagsgottesdienste in Tübinger Gemeinden. 

„Auch die Senioren sind nicht mehr die Alten.“ Der Wandel von Altersbildern und seine Bedeutung für kirchliches Handeln (mit Vorbereitung auf das Praktikum)

Prof. Dr. Birgit Weyel, Dr. Kristin Merle

2st., Mi 14-16 Uhr

 

Es vergeht kein Tag, ohne dass man in den Medien etwas über den demographischen Wandel, die "neuen" Alten,  altersassoziierte Krankheiten wie Demenz, drohenden Pflegenotstand und den sog. "Methusalem-Komplott" wahrnimmt. Was heißt es eigentlich heute 'alt' zu werden, 'alt' zu sein? Welche Chancen haben Kirchengemeinden, neue Angebote für ältere Menschen wahrzunehmen, um dem Wandel gerecht zu werden? Welche sozialen, religiösen und spirituellen Bedürfnisse haben ältere Menschen? Mit welchen Selbst- und Fremdbildern sind ältere Menschen konfrontiert? 

Ziel ist es, ein differenziertes Verständnis vom Altern in unserer Gesellschaft zu gewinnen und in seelsorgerlicher, diakonischer und kirchentheoretischer Perspektive zu reflektieren.

Eine Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Gerhard Eschweiler (Geriatrie, Tübingen) und Dr. Joachim Rückle (Diakonisches Werk Württemberg), der ein Projekt zur Seelsorge im Alter begleitet, ist geplant (www.seelsorge-im-alter.de). 

Es besteht die Möglichkeit, im Anschluss an das Seminar ein Praktikum zu absolvieren ("Tübinger Praktikum")

 

Übungen

 

Kirche und Web 2.0 – Erscheinungsformen, Analysen, Fragestellungen

Dr. Kristin Merle

2st., Mi 18-20 Uhr

 

Was sind die Charakteristika dieses „neuen Netzes“? Wie verändern facebook & Co. die kommunikative Welt? Und was bedeutet das auch für kirchliches Handeln? Die Übung wird zum Teil Werkstattcharakter haben. Zum einen werden wir uns mit Medien- und Kommunikationstheorien auseinandersetzen, dann natürlich kirchliche Angebote im Netz analysieren – um schließlich auch experimentell die Chancen und Möglichkeiten (aber auch die Grenzen) der neuen Kommunikationsmöglichkeiten im Rahmen eines eigenen kleinen Projektes ganz praktisch auszuloten.

 

"Hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein!" Zur Person der Predigerin/des Predigers in der Homiletik

Manuel Stetter

2st., Mo 18-20 Uhr

 

Alles, was im Prozess der Vorbereitung, der Erstellung und des Vortrags einer Predigt geschieht, wird durch die individuelle Eigenart der Predigenden mitbestimmt. Sowohl die Auslegung eines biblischen Textes als auch der Bezug auf die Lebenswelt der Hörer vollzieht sich im Medium der Predigtperson. Daher gehört es zu den Grundaufgaben einer Predigerin/eines Predigers, diesen Einfluss zu reflektieren. Die Übung möchte dazu Hilfestellungen bieten.

Dabei soll es um mindestens drei Fragekomplexe gehen: (1) Welche Möglichkeiten gibt es zur Reflexion meiner Persönlichkeitsstruktur und ihres Einflusses auf mein Kommunikationsverhalten? (2) Welches Bild habe ich von mir als Predigerin/als Prediger? Gibt es Selbstkonzepte, die fruchtbar und attraktiv genug sind, um mich in meiner Predigttätigkeit zu verstehen, zu orientieren und zu motivieren? (3) Wie wurde die Rolle der Predigenden in der Geschichte der Homiletik bestimmt?

Die Veranstaltung kann sowohl von Fortgeschrittenen zur Rekapitulation des homiletischen Feldes aus der Perspektive der Predigtperson als auch von Einsteigern zur ersten Erschließung desselben besucht werden.

 

Sozietäten

 

Neuerscheinungen in der Religionssoziologie

Doktorandenkolloquium

Prof. Dr. Birgit Weyel

1st., 14tätig, Do 20-22 Uhr

Auch interessierte Studierende sind herzlich willkommen.

 

Wir lesen und diskutieren gemeinsam Neuerscheinungen der Religionssoziologie. Insbesondere Ansätze zur Beschreibung und zum Verständnis von Säkularität/Säkularisierung in den USA und im modernen Europa werden auf dem Programm stehen. Neben Charles Taylor und den Reaktionen auf sein Buch Ein säkulares Zeitalter werden wir uns mit José Casanova, Hans Joas und Hubert Knoblauch beschäftigen.

 

Netzwerke als neue Form der Gemeinschaftsbildung?

Blocksozietät

Prof. Dr. Birgit Weyel

1st., 15.-17.06.2012

Anmeldung persönlich oder via Email