Kristin Merle

 

Alltagsrelevanz. Zur Frage des Sinns im Seelsorgegespräch

(Dissertationsprojekt; Promotionsverfahren im Dez 2009 abgeschlossen)  

 

Die Arbeit beschäftigt sich grundsätzlich mit der Frage, wie sich Sinn alltäglich aufbaut, und was die Annahme über die Konstitution von Sinn für die seelsorgerliche Kommunikation austrägt. Im Rekurs auf die phänomenologisch orientierte Soziologie v.a. von Alfred Schütz und Thomas Luckmann wird die Frage des Sinnverstehens in den Horizont der Spannung zwischen Sozialität und Individualität, zwischen (biographisch bedingtem) Eigensinn und dem Problem des Fremdverstehens  hineingestellt: Sinngenese und Sinnverstehen sind aufs Engste mit der Frage der Relevanz und der alltäglichen Relevanzgenese verflochten. Das Promotionsverfahren an der Evangelisch-Theologischen Fakultät Tübingen wurde im November 2009 erfolgreich summa cum laude abgeschlossen.

 

 

Neue Öffentlichkeit – Religiöse Kommunikation in den Social Media

(Habilitationsprojekt)

 

Die Etablierung der neuen (digitalen) Medien hat noch einmal einen ganz anderen „Strukturwandel der Öffentlichkeit“ (Habermas) mit sich geführt. Wie bildet sich in diesem neuen Öffentlichkeitssektor religiöse Kommunikation aus? Und welchen Einfluss haben die Kommunikationsbedingungen und -strukturen des ‚neuen Netzes‘ auf die Konturierung religiöser Kommunikation? Das Habilitationsprojekt ist empirisch ausgerichtet und nimmt einige ausgewählte Phänomene aus der breiten Vielfalt der so genannten Social Media-Technologien in den Blick.