Annette Haußmann

Religiosität und Depressivität. Eine empirische Untersuchung zum Zusammenhang von religiösem Coping und depressiver Stimmung bei pflegenden Angehörigen (Arbeitstitel)

 

Die Copingforschung hat durch zahlreiche Studien einen Zusammenhang zwischen Religiosität und Depressivität von Menschen in Belastungssituationen nachweisen können. Dabei fanden motivationale Aspekte der Religiosität sowie konkrete Glaubensinhalte und -überzeugungen bisher wenig Beachtung. In einer empirischen Studie werden am Beispiel pflegender Angehöriger von Schlaganfallpatienten religiöse Motive der Pflege und religiöses Coping mit Hilfe qualitativer und quantitativer Methodik im Lauf der Pflegesituation wiederholt erhoben. Im Zentrum des praktisch-theologischen Interesses steht dabei die Assoziation zwischen depressiver Symptomatik und spezifisch religiösen Glaubensinhalten bzw. Sinndeutungsmustern und dessen Entwicklung während der Situationsadaption.