Abgeschlossenes Drittmittelprojekt: Kasualkompetenz

 

Gefördert von der Evangelischen Landeskirche Württemberg

 

Laufzeit: September 2010 bis August 2012

 

Am Projekt haben Carmen Hoffmann und Tobias Weimer als Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen sowie Julia Steller und Kathrin Wanner als Studentische Hilfskräfte mitgearbeitet.

 

Das Forschungsprojekt ging der Bestattungspredigt in empirischer Perspektive nach. Was predigen Pfarrerinnen und Pfarrer am Grab? Wie wird die Biographie des Verstorbenen berücksichtigt und welche Vorstellungen von einem ‚Leben nach dem Tod' werden zum Ausdruck gebracht?

Die Bestattungspredigt ist unter den modernen Bedingungen der Individualisierung und Pluralisierung vor vielfältige Herausforderungen gestellt, die insbesondere auf die Sprachkompetenz der Pfarrerinnen und Pfarrer zielen.  Die Bestattung als Ritual hat wesentlich eine seelsorgerliche, entlastende Funktion. Wie aber fügt sich die Predigt in das Ritual?

In einer ersten Phase wurde mit einem Fragebogen eine repräsentative Befragung unter den Pfarrern und Pfarrerinnen vorgenommen. Neben der Frage nach den eschatologischen Konzepten und dem Umgang mit der Biographie des/der Verstorbenen in der Predigt wurden Wahrnehmungen der Pfarrer und Pfarrerinnen im Kontext der Bestattungspraxis nachgefragt.

Auf der Basis einer Clusteranalyse können "Predigttypen" beschrieben werden. Diese Ergebnisse wurden bereits auf Fachtagungen und bei Fortbildungen für Pfarrerinnen und Pfarrer vorgestellt und diskutiert.

 

Einen Beitrag von Birgit Weyel, Carmen Hofmann und Tobias Weimer finden Sie in den Pastoraltheologischen Informationen (PThI) unter diesem Link.

Ein Beitrag von Birgit Weyel wird erscheinen in Thomas Klie u.a. (Hg.), Praktische Theologie der Bestattung (PThW), Berlin/New York 2014: Birgit Weyel, Lebensdeutung. Die Bestattungspredigt in empirischer Perspektive.