Lehrveranstaltungen SoSe 2015

Seminar 

Prof. Dr. Christof Landmesser

Do, 16-18 Uhr

Theologie des Neuen Testaments. Entwürfe im Vergleich

Die Rede von einer Theologie des Neuen Testaments ist zentral, aber nicht selbstverständlich. Bereits im neutestamentlichen Kanon finden sich unterschiedliche Deutungen des Christusgeschehens und der sich daran anschließenden Themen. Die Auslegungstraditionen vervielfältigen bis in die Gegenwart die Interpretation der neutestamentlichen Texte. Die jeweiligen Entwürfe einer Theologie des Neuen Testaments sind abhängig von den Denkvoraussetzungen ihrer Zeit. In diesem Seminar wird ein Einblick in die aktuelle Diskussion der Frage nach der Möglichkeit einer Theologie des Neuen Testaments vermittelt. Es werden ausgewählte Entwürfe von der Aufklärung bis in die Gegenwart überschaubar vorgestellt und in ihrem theologiegeschichtlichen Kontext analysiert. Dabei werden exegetische und ideengeschichtliche Hintergründe berücksichtigt. Die Frage nach einer aktuellen Theologie des Neuen Testaments führt in die Mitte der hermeneutischen Grundfragen, die für die Arbeit am Neuen Testament entscheidend sind. So kann erreicht werden, dass die eigene exegetische Arbeit am Neuen Testament im Kontext der gegenwärtigen Diskussion reflektiert geschieht.

 

Sozietät

Prof. Dr. Christof Landmesser

24.4. - 26.4.2015

Aktuelle Forschungen zum Neuen Testament

In der Sozietät werden aktuelle exegetische Fragestellungen diskutiert, die ganz bewusst mit hermeneutischen Überlegungen verbunden werden. Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer besteht zudem die Möglichkeit, eigene Arbeiten vorzustellen. Darüber hinaus sollen aktuelle Publikationen zum Neuen Testament wahrgenommen und diskutiert werden.

 

Neutestamentliche Übung

Dr. Martin Bauspieß

Mo, 16–18 Uhr

Die Menschwerdung des Gottessohnes im Neuen Testament und in der frühen Kirche

„Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns“ (Joh 1,14): Was das Johannesevangelium als das Zentrum seiner Botschaft benennt, das stand von Anfang an im Mittelpunkt des christlichen Glaubens. An der Frage, wie die Inkarnation des Gottessohnes zu denken sei, entzündeten sich deshalb auch wesentliche Auseinandersetzungen in der frühen Kirche. Die Übung geht den Spuren der Inkarnationschristologie im Neuen Testament nach (Paulus, Johannesevangelium, Erster Johannesbrief, Hebräerbrief) und weitet den Blick auch auf frühchristliche Texte aus, in denen das Ringen um das Verständnis der Menschwerdung des Gottessohnes spürbar wird (Ignatius von Antiochien, Irenäus, Tertullian). Ausgehend von einer gründlichen Auslegung der entsprechenden Texte soll immer wieder auch die Frage im Raum stehen, was daraus für das heutige theologische Denken zu gewinnen sein könnte.

Voraussetzungen: Graecum, Latinum

 

Neutestamentliches Proseminar

Christina Kuß
Do, 16–18 Uhr
Einführung in die Methoden neutestamentlicher Exegese
Das Proseminar führt in die klassischen Methoden der wissenschaftlichen Auslegung neutestamentlicher Texte ein. Im Fokus stehen ausgewählte Texte aus den Synoptischen Evangelien. Das Ziel des Proseminares ist die Befähigung zum selbstständigen wissenschaftlichen Umgang mit den Texten des Neuen Testaments.


Neutestamentliche Übung

Christina Kuß
Do, 14–16 Uhr
Der 2. Korintherbrief – einheitliches Schreiben oder Sammlung eigenständiger Brieffragmente? Lektüre und Exegese ausgewählter Abschnitte des 2Kor
Innerhalb der Paulusforschung nimmt der 2. Korintherbrief eine Art Sonderstellung ein, denn im Gegensatz zu den anderen echten Paulusbriefen ist dessen Einheitlichkeit nicht unumstritten. In der Übung werden die problematischen Textstellen behandelt und diskutiert. Zudem findet eine Auseinandersetzung mit Forschungspositionen statt und zwar sowohl mit solchen, die von einer Briefkompilation ausgehen, als auch mit solchen, die den 2Kor als einen einheitlichen Paulusbrief bewerten. Die Übung richtet sich an alle exegetisch Interessierten.

 

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