Lehrveranstaltungen SoSe 2014

 

Vorlesung

 

Markusevangelium

 

Prof. Dr. Christof Landmesser

4st., Do, Fr 8-10

 

 

Das Markusevangelium ist als das älteste der synoptischen Evangelien ein Schlüsseltext der urchristlichen Tradition. Die Jesusgeschichte wird bereits hier in ausdrücklich theologischer Absicht erzählt. In Gleichnisreden, mit Wunderhandlungen, durch Exorzismen und in Streitgesprächen bringt Jesus das Reich Gottes in die Welt. Für das Markusevangelium bieten Passion und Auferstehung den Schlüssel zur Interpretation der Jesusgeschichte. Den Jüngern wird letztlich aus dieser nachösterlichen Perspektive der Zugang zu Jesus erschlossen. – Das Markusevangelium wird insgesamt ausgelegt werden, wobei Schwerpunkte und Exkurse einen Zugang zu den hier aufgeworfenen und bis heute relevanten Fragen erleichtern werden. Das Ziel der Vorlesung ist es, die wesentlichen theologischen Vorstellungen der im Markusevangelium zu findenden Interpretation der Jesusgeschichte für unser gegenwärtiges theologisches Denken und Argumentieren zu erschließen.

 

Sozietät

 

Aktuelle Forschungen zum Neuen Testament

 

 

Prof. Dr. Christof Landmesser

2st., Blocksozietät 27.-29.6.2014

 

In der Sozietät werden aktuelle exegetische und hermeneutische Fragestellungen zum Neuen Testament diskutiert. Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer besteht zudem die Möglichkeit, eigene Arbeiten vorzustellen. Darüber hinaus sollen aktuelle Publikationen zum Neuen Testament wahrgenommen und diskutiert werden.

 

 

 

Proseminar

 

 

Einführung in die exegetischen Methoden

 

Friederike Portenhauser

2st., Do 14-16

 

 

Das Proseminar führt in die wissenschaftliche Auslegung des griechischen Neuen Testaments ein. Methodenschritte werden vorgestellt und anhand ausgewählter neutestamentlicher Texte eingeübt. Der Umgang mit wichtigen Hilfsmitteln (Textausgaben, Lexika, Kommentare etc.) wird erlernt. Ziel ist die Befähigung zur selbständigen wissenschaftlichen Arbeit am Neuen Testament. Dazu gehört auch das offene Gespräch über theologische und hermeneutische Fragen.

 

 

Übung

Friederike Portenhauser zus. mit Manuel Stetter (Praktische Theologie)

 

Bin ich oder werde ich? Personale Identität zwischen Kontinuität und Wandel

2st., Mo 14-16

 

 

Die Frage der Identität ist eine Grundfrage menschlichen Lebens. Sie stellt sich uns selbst und sie betrifft die Menschen, auf die wir in unseren späteren Berufsfeldern bezogen sein werden.

Was uns als Personen ausmacht, bewegt sich im Spannungsfeld zwischen gleichbleibenden und sich verändernden Kennzeichen. In klassischen philosophischen und sozialwissenschaftlichen Theorien wurde Identität als Kontinuität gerade im Wandel verstanden. Neuere psychologische und soziologische Ansätze beschreiben personale Identität hingegen als rein prozessuales Geschehen, bei dem nicht das Sich-Selbst-Gleichbleiben, sondern Offenheit und lebenslange Veränderung entscheidend sind. Um uns mit uns selbst und anderen darüber zu verständigen, wer wir sind, ist die Reflexion über das Verhältnis von Kontinuität und Wandel, von statischen und prozesshaften Aspekten unserer Existenz unabdingbar.

Anhand dieses Verhältnisses wollen wir in einem ersten Teil der Übung einen Einblick in klassische und aktuelle philosophische, psychologische und soziologische Identitätsdiskurse gewinnen (v.a. E. Erikson, H. Keupp, J. Straub, Z. Bauman, P. Ricœur). Diese identitätstheoretischen Überlegungen sollen in einem zweiten Schritt ins Gespräch gebracht werden mit einem Entwurf christlicher Identität, wie Paulus ihn in seinen Briefen beschreibt. In einem dritten Schritt wollen wir am Beispiel ausgewählter Kasualien praktisch-theologische Konsequenzen aus den vorangegangenen identitätstheoretischen und exegetischen Erkenntnissen ziehen.

Die Übung ist für alle Studierenden geeignet, die Interesse am Thema und an interdisziplinärer Arbeit, und zwar sowohl am Gespräch zwischen Theologie und

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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