DFG-Projekt: Die Hexaemeronhomilien des Basilius von Cäsarea

 

Eines der wichtigsten Werke der altkirchlichen Exegese, die Auslegung von Genesis 1 durch Basilius von Cäsarea, liegt seit einigen Jahren in kritischer Edition vor (ed. E. Amand de Mendieta/S.Y., Rudberg; GCS NF 2, Berlin 1997). Jedoch ist diese bislang inhaltlich nur äußerst begrenzt erschlossen worden. Lediglich im Hinblick auf die Rezeption der platonischen Kosmologie wurden beachtliche Erkenntnisse zu Tage gefördert.  Das vorliegende Projekt soll einen detaillierten philologischen und theologischen Kommentar zu dem Werk erarbeiten und dabei insbesondere auch dem rhetorischen Charakter der Homilien nachgehen. Besondere Aufmerksamkeit soll der Art und Weise der Exegese gewidmet werden. Dazu sollen Querschnittsstudien insbesondere den von Basilius benutzten Bibeltext, die Zitiertechnik, inhaltlich-theologische Aspekte sowie Rolle und Funktion der Paränese klären. Wie sich dieser Text zur vorangehenden Genesisauslegung (besonders des Origenes) verhält, soll ebenso thematisiert werden wie die Stellung des Textes in der Geschichte der Exegese des 4./5. Jahrhunderts. Außerdem soll die Zusammengehörigkeit der (pseudo?)basilianischen Sermones de creatione hominis mit den Hexaemeronhomilien untersucht werden. Dies erfordert eine umfassende Bearbeitung der Echtheitsfragen für weitere (pseudo)basilianische Werke. Workshops und Auswertungstagungen sind in Vorbereitung.

 

Projektleiter: Prof. Dr. Volker Henning Drecoll (mail: volker.drecoll@uni-tuebingen.de)

 

Wissenschaftlicher Mitarbeiter: David DeMarco (mail: david.demarco@uni-tuebingen.de)

 

Studentische Hilfskräfte: Cheuk Yin Yam

 

Postadresse: Liebermeisterstr. 12, 72074 Tübingen