Studiengruppe zur Aufbereitung der Sammlung am Biblisch-Archäologischen Institut

Im Wintersemester 2008/2009 formierte sich erstmals eine Studiengruppe, finanziert durch Mittel der Studiengebühren, zur Aufbereitung der Lehr-Sammlung am Biblisch Archäologischen Institut. Zielsetzung der Arbeitsgruppe war es die Objekte, die zur Sammlung des BAI gehören, einem breiten Publikum zugänglich zu machen.

Zum einen wurde dafür eine digitale Datenbank angelegt, um alle Objekte zu katalogisieren. Demnächst wird die Datenbank über diese Seite online aufrufbar sein. Zum anderen hat die Studiengruppe ausgewählte Objekte der Sammlung herausgegriffen, um sie in Form einer Ausstellung zu präsentieren. In diesem Zuge soll der bisherige Ausstellungsbereich in den Untergeschoss Räumen des BAI von uns neu konzipiert werden.

Ein erstes Ergebnis stellt dabei die Einrichtung der Kinneret-Vitrine dar. Sie zeigt Keramikgefäße aus dem alltäglichen Leben der Bewohner Kinnerets aus dem frühen 1.Jt.v.Chr. Zwei Plakate liefern zudem gebündelt die wichtigsten Informationen zum Fundort und zur damaligen Lebensweise der Bevölkerung zur Zeit des Alten Testaments. 

 

Im Sommersemester 2009 konnte die Studiengruppe, aufgrund einer erneuten finanziellen Unterstützung aus den Studiengebühren, dankenswerter Weise fortgesetzt werden. Dieses Mal haben wir uns den Orten Bab edh Dhra aus der Frühen Bronzezeit (3500-2000 v. Chr.), sowie dem Ort Tell Deir Alla aus der Späten Bronzezeit (1550-1200 v. Chr.) zu gewandt. Beide Orte liegen im heutigen Jordanien und sind durch Fundstücke in der Sammlung vertreten. Für beide Fundorte wurde jeweils eine Vitrine mit zugehörigem Infoplakat konzipiert. Bei Tell Deir Alla wurde auf die Rückwand, der mit Keramikgefäßen ausgestatteten Vitrine eine Rekonstruktion der Bileam-Inschrift in Originalgröße aufgezogen. Die Inschrift war in einem Haus auf der verputzten Innenwand angebracht und datiert ins 8. Jh. v. Chr.

In der Bab edh Drah Vitrine, die Fundstücke eines Gräberfeldes der FBZ wiedergibt, haben wir ein entsprechendes Grab rekonstruiert, um den Fundkontext der Gefäße zu veranschaulichen und das Arrangement einer Grablege wiederzugeben. 

 

 

Im Wintersemester 2009/10 haben wir den Schwerpunkt auf den in der Sammlung vorhandenen Öllampen gesetzt. Dabei haben wir sowohl den archäologisch-historischen Kontext der Lampen als auch die symbolisch-theologische Bedeutung des Lichts im Allgemeinen behandelt. Des Weiteren haben wir in experimentellen Versuchen, die wir an selbsthergestellten Repliken antiker Öllampen durchgeführt haben, herausgefunden wie hell und ergiebig eine Öllampe war und wie sich die unterschiedlichen Öle und Dochte verhalten. Die Ergebnisse haben wir in einer Vitrine und Begleitpostern festgehalten.  

 

 

Wir freuen uns über jeden Besucher, der sich die Sammlung ansehen möchte. Für diesbezügliche Fragen und Anmerkungen stehen wir jederzeit zur Verfügung.
Mit Fragen können sie sich gerne direkt an Henrike Michelau (E-Mail: Henrike.Michelau@yahoo.de) wenden.